"Offen - St. Michael" mittwochs 15-17 Uhr, samstags 15-18 Uhr

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Krippe St. Michael 2012 ©Stefan Sieg

„Ich verkünde euch eine große Freude,die dem ganzen Volk zuteil werden soll  (Lk 2,10)“

Mit diesen Worten kündete der Engel den Hirten bei Betlehem die Geburt des Retters an. „Die Freude des Evangeliums“, sagt Papst Franziskus in seinem ersten Lehrschreiben, „erfüllt das Herz und das gesamte Leben derer, die Jesus begegnen (Evangelii gaudium,1). Diese Freude aus der Begegnung mit dem lebendigen Herrn wünschen wir Ihnen von Herzen zum Weihnachtsfest 2013.
In allen Sorgen und trotz aller inneren und äußeren Nöte soll diese Freude über das Kommen des Gott-mit-uns Sie begleiten und tragen an allen Tagen auch im neuen Jahr des Herrn 2014.

Ihnen allen einen herzlichen Gruß und eine frohmachende und gesegnete Weihnacht!

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Das Stück "Puer natus in Bethlehem" (Ein Kind gebor'n zu Bethlehem) stammt aus den Piae Cantiones, einer Sammlung von lateinischen Kirchen- und Schulgesängen, die in Finnland im Mittelalter verbreitet waren und 1582 in Greifswald gedruckt wurden.

Die Aufnahme stammt vom finnischen Rundfunk-Kammerchor unter der Leitung von Timo Nuoranne.

Puer natus in Bethlehem.
Unde gaudet Ierusalem. Alleluia.

Assumpsit carnem hominis
Verbum Patris altissimi. Alleluia.

Per Gabrielis nuntium
Virgo concepit filium. Alleluia.

De matre natus Virgine
sine virili semine. Alleluia.

In carne nobis similis,
peccato sed dissimilis.Alleluia.

Cognovit bos et asinus,
quod puer erat Dominus. Alleluia.

Magi de longe veniunt,
aurum, thus myrhrham offerunt. Alleluia.

In hoc natali gaudio
benedicamus Domino. Alleluia.

Laudetur Sancta Trinitas.
Deo dicamus gratias. Alleluia.

wp

Sieger Köder: Emmaus © Kunstverlag Ver Sacrum

„Bleibe bei uns, Herr!“

Das ist das erste und älteste Gebet, das Menschen an Jesus gerichtet haben, nämlich die Worte, die der Evangelist Lukas uns von der Begegnung der beiden Jünger Jesu mit dem auferstandenen Herrn überliefert: „Bleib doch bei uns, denn es wird bald Abend, der Tag hat sich schon geneigt.“ Zwei sehr traurige und enttäuschte Menschen sind gemeinsam auf dem Weg und laden mit diesen Worten den unbekannten Fremden, der sich zu ihnen gesellt hat, ein. Sie waren sicher, ja felsenfest überzeugt: Jesus ist tot, sein Leichnam liegt im Felsengrab. Sein Wirken ist zu Ende, ihre große Hoffnung und die Hoffnungen vieler Menschen sind begraben.

Ein ganz besonderer Mensch ist gescheitert, und doch ist er nur einer von vielen unschuldig Leidenden der Geschichte, Opfer der Macht und Gewaltherrschaft. Seine Botschaft war faszinierend, so ganz anders als die vieler anderer Propheten, er hat die Botschaft von Gott verkörpert, in der Begegnung mit Jesus spürten sie: hier ist der verborgene Gott uns ganz nahe, hier ereignet sich die menschgewordene Liebe und Barmherzigkeit Gottes, Jesus ist der mit Gottes Geistkraft Gesalbte, der ersehnte Messias, der Christus. Sein Tod lässt viele ratlos und fragend zurück: was bleibt, was gilt, wie geht das weiter, was mit Jesus und dem Kreis der Zwölf begonnen hat?

Die Jünger auf dem Weg nach Emmaus laden Jesus ein: bleib doch bei uns, und er lässt sich einladen. Am Tisch, beim Brechen des Brotes, gehen ihnen die Augen auf, und sie erkennen den auferweckten Herrn. Er lebt, seine Botschaft gilt, er bleibt ihnen und allen, die seinen Weg mitgehen, verbunden im Zeichen des geteilten Brotes, leibhaftig und sinnenhaft erfahrbar.

 Als Christinnen und Christen dürfen wir in ähnlicher Weise ahnen, was wir in der österlichen Zeit feiern: wir sind unterwegs auf unseren Lebenswegen, mit unseren Hoffnungen und Enttäuschungen, manchmal geht jemand ein Stück mit uns, wir können uns aussprechen und austauschen, erst im Nachhinein spüren wir, dass uns das Herz brannte. Immer wieder sollten wir den Herrn einladen: bleib doch bei uns – er ist uns immer nahe, aber doch meist verborgen. In einem kostbaren Augenblick gehen uns die Augen auf, am ehesten beim Brechen und Teilen des Brotes in der Tischgemeinschaft, und wir dürfen seiner Nähe gewiss sein. Auch diesen kostbaren Moment können wir nicht festhalten. Kinder und Familien aus unseren Gemeinden durften die Weggemeinschaft und Tischgemeinschaft mit Jesus in den letzten Wochen und Monaten erfahren. Gott sei Dank werden uns immer wieder Emmaus-Erfahrungen geschenkt. Beten wir immer wieder mit den Emmaus-Jüngern: „Bleibe bei uns, Herr!“ Bleibe mit uns auf dem Weg, auf den leichten und schweren Wegen, auf den Leidens- und Trauerwegen vieler Menschen, auf den Fluchtwegen und versperrten Wegen und auf dem Weg über die Grenze des Todes. Jesus selber möge uns und allen Suchenden und Betenden sein Licht und seine Klarheit schenken: der Herr ist wirklich auferstanden! Ihnen allen im Namen von uns Seelsorgenden eine frohe und gesegnete österliche Zeit!

Pastor Eugen Vogt

Willi-Graf-Gedenkjahr 2018

Der 100. Geburtstag und der 75. Todestag des christlichen Widerstandskämpfers Willi-Graf sind Anlass für viele Veranstaltungen kirchlicher Träger und der Landeshauptstadt im Jahr 2018.

Zur Biografie Willi Grafs:
Portal Rheinische Geschichte
Memotransfront

Ausstellung zum Willi-Graf-Jahr in der Basilika

Ab Samstag, den 07. April 2018 wird im Eingangsbereich der Basilika St. Johann eine Ausstellung zu dem Saarbrücker Widerstandskämpfer Willi Graf gezeigt. Anhand von Fotografien und kurzen Texten werden Lebensweg und Werdegang dieses außergewöhnlichen jungen Mannes nachgezeichnet und erlebbar gemacht. Die Ausstellung ist täglich geöffnet und endet am Sonntag, den 13. Mai 2018. Der Eintritt ist frei.

Gedenkmarsch zum 75. Jahrestag der Verhaftung Willi Grafs

Sonntag, 18. Februar 2018, 13.00h
Treffpunkt: welt:raum, St. Johanner Markt 23, 66111 Saarbrücken

Am Sonntag, den 18. Februar, jährt sich zum 75. Mal der Tag der Verhaftung von Willi Graf und seiner Schwester Anneliese durch die Gestapo in ihrem damaligen Wohn- und Studienort München. Während Anneliese, die weder von den Aktivitäten ihres Bruders in der Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ wusste, noch selbst am aktiven Widerstand beteiligt war, nach monatelangen Verhören wieder auf freien Fuß gesetzt wurde, verurteilte der Volksgerichtshof Willi Graf am 19. April 1943 zum Tode. Nach weiteren Monaten, in denen Willi Graf immer wieder von der Gestapo zu weiteren Mitstreitern befragt wurde, aber keine Namen preisgab, wurde er schließlich am 12. Oktober 1943 im Alter von 25 Jahren durch das Fallbeil hingerichtet.

In einer kürzlich erschienenen Dokumentation über Willi Graf erzählen Saarbrücker Zeitzeugen hierzu eine bis dato wenig bekannte Geschichte: Die Kopiermaschine, mit der Flugblätter der Weißen Rose gedruckt worden waren, hatte Willi Graf in die elterliche Wohnung in der Mainzer Straße gebracht. Damit diese der Gestapo nicht als belastendes Beweisstück in die Hände fiel, holte der damaliger Freund Willi Grafs, Willi Bollinger, nach Bekanntwerden der Verhaftungen die Kopiermaschine aus der Familienwohnung und warf sie von der Bismarckbrücke in die Saar.

In Erinnerung an Willi Graf und in Anlehnung an diese Geschichte laden wir Sie für Sonntag, den 18. Februar, 13.00h herzlich ein, an einem Gedenkmarsch teilzunehmen. Er beginnt am welt:raum (ehemals „Kirchenladen“), geht vorbei an der Wohnung in der Mainzer Straße und endet auf der Bismarckbrücke, von der aus die Teilnehmer weiße Rosen in die Saar werfen.

Der saarländische Nachwuchsfilmemacher Justin Irsch von der Willi-Graf-Realschule Saarbrücken drehte 2013 eine Kurzdokumentation aus Anlass des 70. Todestages von Willi Graf.
Dazu komponierte der Liedermacher "Ferdinand der Sänger" das Willi-Graf-Lied.
Das Video handelt von der mutigen Reise Willi Grafs im Januar 1943 mit einer Kopiermaschine und dem fünften Flugblatt der Widerstandsgruppe „Weiße Rose" nach Saarbrücken. Die sich abzeichnende Niederlage der deutschen Truppen im Kessel von Stalingrad (UdSSR) wird zum Wendepunkt im Zweiten Weltkrieg. Schon bald werden Willi Graf und seine Freunde verhaftet. Die legendäre Kopiermaschine wird von Willi Grafs Freund Willi Bollinger in der Saar versenkt.