"Offen - St. Michael" mittwochs 15-17 Uhr, samstags 15-18 Uhr

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Sieger Köder: Emmaus © Kunstverlag Ver Sacrum

„Bleibe bei uns, Herr!“

Das ist das erste und älteste Gebet, das Menschen an Jesus gerichtet haben, nämlich die Worte, die der Evangelist Lukas uns von der Begegnung der beiden Jünger Jesu mit dem auferstandenen Herrn überliefert: „Bleib doch bei uns, denn es wird bald Abend, der Tag hat sich schon geneigt.“ Zwei sehr traurige und enttäuschte Menschen sind gemeinsam auf dem Weg und laden mit diesen Worten den unbekannten Fremden, der sich zu ihnen gesellt hat, ein. Sie waren sicher, ja felsenfest überzeugt: Jesus ist tot, sein Leichnam liegt im Felsengrab. Sein Wirken ist zu Ende, ihre große Hoffnung und die Hoffnungen vieler Menschen sind begraben.

Ein ganz besonderer Mensch ist gescheitert, und doch ist er nur einer von vielen unschuldig Leidenden der Geschichte, Opfer der Macht und Gewaltherrschaft. Seine Botschaft war faszinierend, so ganz anders als die vieler anderer Propheten, er hat die Botschaft von Gott verkörpert, in der Begegnung mit Jesus spürten sie: hier ist der verborgene Gott uns ganz nahe, hier ereignet sich die menschgewordene Liebe und Barmherzigkeit Gottes, Jesus ist der mit Gottes Geistkraft Gesalbte, der ersehnte Messias, der Christus. Sein Tod lässt viele ratlos und fragend zurück: was bleibt, was gilt, wie geht das weiter, was mit Jesus und dem Kreis der Zwölf begonnen hat?

Die Jünger auf dem Weg nach Emmaus laden Jesus ein: bleib doch bei uns, und er lässt sich einladen. Am Tisch, beim Brechen des Brotes, gehen ihnen die Augen auf, und sie erkennen den auferweckten Herrn. Er lebt, seine Botschaft gilt, er bleibt ihnen und allen, die seinen Weg mitgehen, verbunden im Zeichen des geteilten Brotes, leibhaftig und sinnenhaft erfahrbar.

 Als Christinnen und Christen dürfen wir in ähnlicher Weise ahnen, was wir in der österlichen Zeit feiern: wir sind unterwegs auf unseren Lebenswegen, mit unseren Hoffnungen und Enttäuschungen, manchmal geht jemand ein Stück mit uns, wir können uns aussprechen und austauschen, erst im Nachhinein spüren wir, dass uns das Herz brannte. Immer wieder sollten wir den Herrn einladen: bleib doch bei uns – er ist uns immer nahe, aber doch meist verborgen. In einem kostbaren Augenblick gehen uns die Augen auf, am ehesten beim Brechen und Teilen des Brotes in der Tischgemeinschaft, und wir dürfen seiner Nähe gewiss sein. Auch diesen kostbaren Moment können wir nicht festhalten. Kinder und Familien aus unseren Gemeinden durften die Weggemeinschaft und Tischgemeinschaft mit Jesus in den letzten Wochen und Monaten erfahren. Gott sei Dank werden uns immer wieder Emmaus-Erfahrungen geschenkt. Beten wir immer wieder mit den Emmaus-Jüngern: „Bleibe bei uns, Herr!“ Bleibe mit uns auf dem Weg, auf den leichten und schweren Wegen, auf den Leidens- und Trauerwegen vieler Menschen, auf den Fluchtwegen und versperrten Wegen und auf dem Weg über die Grenze des Todes. Jesus selber möge uns und allen Suchenden und Betenden sein Licht und seine Klarheit schenken: der Herr ist wirklich auferstanden! Ihnen allen im Namen von uns Seelsorgenden eine frohe und gesegnete österliche Zeit!

Pastor Eugen Vogt

Willi-Graf-Gedenkjahr 2018

Der 100. Geburtstag und der 75. Todestag des christlichen Widerstandskämpfers Willi-Graf sind Anlass für viele Veranstaltungen kirchlicher Träger und der Landeshauptstadt im Jahr 2018.

Zur Biografie Willi Grafs:
Portal Rheinische Geschichte
Memotransfront

Ausstellung zum Willi-Graf-Jahr in der Basilika

Ab Samstag, den 07. April 2018 wird im Eingangsbereich der Basilika St. Johann eine Ausstellung zu dem Saarbrücker Widerstandskämpfer Willi Graf gezeigt. Anhand von Fotografien und kurzen Texten werden Lebensweg und Werdegang dieses außergewöhnlichen jungen Mannes nachgezeichnet und erlebbar gemacht. Die Ausstellung ist täglich geöffnet und endet am Sonntag, den 13. Mai 2018. Der Eintritt ist frei.

Gedenkmarsch zum 75. Jahrestag der Verhaftung Willi Grafs

Sonntag, 18. Februar 2018, 13.00h
Treffpunkt: welt:raum, St. Johanner Markt 23, 66111 Saarbrücken

Am Sonntag, den 18. Februar, jährt sich zum 75. Mal der Tag der Verhaftung von Willi Graf und seiner Schwester Anneliese durch die Gestapo in ihrem damaligen Wohn- und Studienort München. Während Anneliese, die weder von den Aktivitäten ihres Bruders in der Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ wusste, noch selbst am aktiven Widerstand beteiligt war, nach monatelangen Verhören wieder auf freien Fuß gesetzt wurde, verurteilte der Volksgerichtshof Willi Graf am 19. April 1943 zum Tode. Nach weiteren Monaten, in denen Willi Graf immer wieder von der Gestapo zu weiteren Mitstreitern befragt wurde, aber keine Namen preisgab, wurde er schließlich am 12. Oktober 1943 im Alter von 25 Jahren durch das Fallbeil hingerichtet.

In einer kürzlich erschienenen Dokumentation über Willi Graf erzählen Saarbrücker Zeitzeugen hierzu eine bis dato wenig bekannte Geschichte: Die Kopiermaschine, mit der Flugblätter der Weißen Rose gedruckt worden waren, hatte Willi Graf in die elterliche Wohnung in der Mainzer Straße gebracht. Damit diese der Gestapo nicht als belastendes Beweisstück in die Hände fiel, holte der damaliger Freund Willi Grafs, Willi Bollinger, nach Bekanntwerden der Verhaftungen die Kopiermaschine aus der Familienwohnung und warf sie von der Bismarckbrücke in die Saar.

In Erinnerung an Willi Graf und in Anlehnung an diese Geschichte laden wir Sie für Sonntag, den 18. Februar, 13.00h herzlich ein, an einem Gedenkmarsch teilzunehmen. Er beginnt am welt:raum (ehemals „Kirchenladen“), geht vorbei an der Wohnung in der Mainzer Straße und endet auf der Bismarckbrücke, von der aus die Teilnehmer weiße Rosen in die Saar werfen.

Der saarländische Nachwuchsfilmemacher Justin Irsch von der Willi-Graf-Realschule Saarbrücken drehte 2013 eine Kurzdokumentation aus Anlass des 70. Todestages von Willi Graf.
Dazu komponierte der Liedermacher "Ferdinand der Sänger" das Willi-Graf-Lied.
Das Video handelt von der mutigen Reise Willi Grafs im Januar 1943 mit einer Kopiermaschine und dem fünften Flugblatt der Widerstandsgruppe „Weiße Rose" nach Saarbrücken. Die sich abzeichnende Niederlage der deutschen Truppen im Kessel von Stalingrad (UdSSR) wird zum Wendepunkt im Zweiten Weltkrieg. Schon bald werden Willi Graf und seine Freunde verhaftet. Die legendäre Kopiermaschine wird von Willi Grafs Freund Willi Bollinger in der Saar versenkt.

Unsere Kandidatinnen und Kandidaten für den Pfarrgemeinderat

INFORMATION ZUR WAHL DES 1. PFARRGEMEINDERATES IN DER NEUEN, ZUSAMMENGELEGTEN PFARREI SAARBRÜCKEN
ST. JOHANN

Wann wird gewählt und wie?

Wahltag ist Sonntag, der 30. Januar 2022.

Wahlberechtigt sind alle katholischen Christen, die am Wahltag das 16. Lebensjahr vollendet und in der neuen Pfarrei ihren Wohnsitz haben. Am 30.01.2022 können Sie Ihre Stimme direkt in den folgenden Wahllokalen abgeben:

Kirche Maria-Königin von 09:00 bis 12:00 Uhr,

Basilika St. Johann von 09:30 bis 13:30 Uhr,

Kirche St. Michael von 10:00 bis 13:00 Uhr.

Da an diesem Sonntag einerseits nicht in allen Kirchen unserer Pfarrei Gottesdienste stattfinden und andererseits die Wahlergebnisse bis zum Abend an das (bisherige) Dekanat übermittelt werden sollen, werden zusätzliche „Briefwahllokale vor Ort“ eingerichtet:

Samstag, 22.01.2022 Kirche St. Thomas Morus von 16:00 bis 19:00 Uhr,

Sonntag, 23.01.2022, Kirche St. Augustinus von 10:00 bis 13:00 Uhr,

Sonntag, 23.01.2022, Kirche St. Elisabeth von 17:00 bis 20:00 Uhr.

Wie läuft die „Briefwahl vor Ort“ ab?

Dieses Verfahren gleicht dem, wie Sie es vielleicht von anderen Wahlen kennen, wenn Sie nämlich aus bestimmten Gründen vor dem eigentlichen Wahltermin im Rathaus Ihre Stimme z. Bsp. zur Landtags- oder Bundestagswahl abgeben. Formal tätigen Sie dann auch Briefwahl. Hier ist es genauso, nur sogar etwas einfacher: Um in den drei Briefwahllokalen zu wählen, müssen Sie im Vorfeld keine Briefwahlunterlagen gesondert beantragen. Sie bekunden einfach nach dem Betreten der Kirche gegenüber dem anwesenden Wahlvorstand den Wunsch, per Brief vor Ort wählen zu wollen.
Nach Abgleich mit dem Wählerverzeichnis bekommen Sie dann die Briefwahlunterlagen ausgehändigt, geben Ihre Stimme ab und werfen den verschlossenen Briefwahlumschlag, der den Stimmzettelumschlag mit dem Stimmzettel enthält, in die Wahlurne. Danach werden Sie aus dem Wählerverzeichnis ausgetragen.
Nach Beendigung der „Briefwahl vor Ort“ werden die Wahlurnen versiegelt und erst am eigentlichen Wahltag zur Stimmauszählung wieder geöffnet. Sollten Sie bereits Briefwahl beantragt haben, können Sie mit Ihrem Wahlschein und den Briefwahlunterlagen auch direkt vor Ort Ihre Stimme abgeben.
Die Stimmauszählung beginnt am 30.01.2022 um 13.30 Uhr in der Wandelhalle der Basilika. Das Endergebnis wird im Internet und per Aushang sowie später in „Katholisch St. Johann“ veröffentlicht.

Der Wahlaussschuss

Wahlaufruf zur Wahl des 1. Pfarrgemeinderates in der neuen, zusammengelegten Pfarrei Saarbrücken St. Johann am 29./30. Januar 2022

Liebe Pfarrangehörige,

in unserer neuen Pfarrei wird zum ersten Mal ein Pfarrgemeinderat gewählt.
Wahltermin ist der 29. (Sa.) und 30. (So.) Januar 2022.

Aufgabe des Pfarrgemeinderates ist es, in allen die Pfarrei betreffenden Fragen beratend oder beschließend mitzuwirken und zusammen mit engagierten Menschen und Gruppen unserer Pfarrei für die Durchführung der gemeinsamen Beschlüsse zu sorgen.
Die von Ihnen gewählten Frauen, Männer und Jugendlichen tragen für die kommenden Jahre Verantwortung für die Gestaltung und die Entwicklung des Gemeindelebens unserer neuen Pfarrei.

Das gute Miteinander in unserer bisherigen Pfarreiengemeinschaft war die Grundlage für die vertrauensvolle Zusammenarbeit in den pastoralen Gremien.  Die jetzige Fusion bedeutet deshalb keinen Bruch, sondern ist eine Art Neuaussaat auf einem bereits bestellten Feld.

Wir suchen engagierte Menschen, die bereit sind, dieses Feld zu bearbeiten, den Boden zu „durchlüften“, damit sich die Saat besser entfalten kann;
 die Freude daran haben, neues Wachstum mit geistigem Dünger zu fördern, aber alte Pflanzen- und Obstsorten auch nicht gleich ausreißen, sondern deren Widerstandskraft und Ausdauer nutzen wollen.

Darum bitten wir Sie zur Neuwahl des Pfarrgemeinderates:

  • Schlagen Sie Kandidatinnen und Kandidaten vor;
  • überlegen Sie, ob eine Kandidatur für Sie in Betracht kommt;
  • gehen Sie am 29./30. Januar 2022 zur Wahl bzw. machen Sie von der Möglichkeit der Briefwahl Gebrauch.

Zur Vorbereitung der Wahl konstituierte sich am 16. November 2021 der neu gebildete Wahlausschuss.

Um möglichst vielen Menschen die aktive und passive Teilnahme an der Pfarrgemeinderatswahl zu ermöglichen, finden Sie am Ende dieses Aufrufs zwei Dokumente zu Herunterladen:

  1. einer Wahlbenachrichtigung mit der Sie Sie Briefwahl beantragen können.
  2. einem Formular für einen Kandidatenvorschlag – auf der ersten Seite (Vorderseite) Ihr Vorschlag; auf der zweiten Seite (Rückseite) die Einverständniserklärung der Kandidatin/des Kandidaten mit Unterschriften

HINWEIS: Da in den Kirchen St. Thomas Morus und St. Augustinus am 29./30. Januar 2022 turnusgemäß keine Gottesdienste stattfinden, hat der Pfarreienrat beschlossen, am Wochenende davor, also am 22./23. Januar 2022 in beiden Kirchen, jeweils rund um die Gottesdienstzeiten, Briefwahllokale einzurichten. In denen können Sie vor Ort in Präsenz wählen.
Sie kennen das Verfahren vielleicht von anderen Wahlen, wenn Sie vor dem eigentlichen Wahltermin im Rathaus Ihre Stimme z. Bsp. zur Bundestagswahl abgeben. Formal machen Sie dann auch Briefwahl.

Die Kandidatenliste, die Öffnungszeiten der Wahllokale und der „Briefwahlwahllokale vor Ort“ finden Sie an dieser Stelle im Januar 2022.

Wolfgang Peters
- Pfarreienratsvorsitzender -